Gertrud Neuhaus

Nachdem ich den ganzen ersten Tag mit dem neuen Fahrrad durch Lichtenberg gefahren und über Kopfsteinpflaster zur Gertrudstraße und zum Gertrudenhof gelangt bin, sind meine Bandscheiben wieder ordentlich durchgeschüttelt. Dabei hatten sie sich doch soeben erst vom kürzlichen Vorfall erholt. Also gut, es wird ein Krankenaufenthalt. Ich will ihn genießen.
Jetzt erkunde ich zu Fuß weiter; die Münsterlandstraße ist ganz nah. Ich laufe jeden Tag etwas weiter und dann noch weitere Strecken und zwischendurch liege ich auf dem riesigen Sofa. Ich recherchiere nach Osteopathen in Lichtenberg und schaue, was es hier sonst noch so gibt.
Ständig höre ich die Glocken läuten (weil bald Weihnachten ist?) und hoffe auf eine Wunderheilung.
Endlich meldet sich eine Ostheopathin von der Frankfurter Allee mit einem Terminvorschlag und verspricht mir, dass mein Gehirn eine Fehlsteuerung erkennen und erforderliche Regulationsvorgänge einleiten wird. Sie sei eine der ersten in Deutschland, die NIS (Neurologisches Integrationssystem) praktiziere. Es ginge dabei um die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper und nur eine einzige  Behandlung sei nötig für die nachhaltige Selbstheilung. Das hört sich sehr angenehm und bequem an.
Neben den üblichen Attraktionen in Lichtenberg wie Tierpark, Vietnamesen-Markt, Stasi-Museum, Mies-van-der-Rohe-Haus und Gedenkstätte Hohenschönhausen sehe ich auch ganz schön viele alte Dorfkirchen (weil Weihnachten ist?). Immer sind sie umgeben von Häusern, die deutlich größer sind als sie. Es wohnen soo viele Menschen hier. Vielleicht fällt mir das aber auch nur auf, weil ich aus Münster komme.
Hier bin ich nun auch wieder, und ich habe inzwischen auch keine Rückenschmerzen mehr.

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März, 2014

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