Christian Stock

Lichtenberg: Ein sehr flacher Berg für einen Herrgottholzschnitzer, Sohn aus einem Tiroler
Bergdorf, der seit siebzehn Jahren im Sommer sein Studio in Wien verlässt und dann meistens
in die Berge wandert und im Freiraum malt.
Lichtenberg: Statt Fels-Betonwänden aber auch diese im Wald. Statt ein, zwei Dörfern hunderte
Dörfer neben und übereinander, statt dem Wildbach eine Rummelsburger Bucht, statt
dem Gletscher-Fun-Park der Block-Park.
Statt einsamen Passübergängen belebte S-Bahn-Stationen. Großstädtisch, fetzige Wandmalereien
statt Lüftelmalerei. Herzberge, Birkenwäldchen, Kraftwerke, Grab- und Gedenkstätte
der Sozialisten hier, steile Berge, Baumgrenze, Kraftfelder, Gottesäcker dort.
Zu erkennen, dass obwohl ein Berg dem anderen Berg gleicht, sie trotzdem nicht gleich sind,
ist eine Erfahrung, die das Leben so mit sich bringt – aber die Malerei „plain air“ im speziellen
ausdifferenziert.

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Januar, 2017

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