Current

Mittwoch, 24. August um 19 Uhr

Anna Jermolaewa

Vortrag und Diskussion zu Ihrer Arbeit.


Die Künstlerin arbeitet vornehmlich in den Medien Fotografie, Video und Installation, wobei videografische Arbeiten den größten Stellenwert einnehmen. Ihr Hauptinteresse gilt der Analyse funktionaler Strukturen der Gesellschaft und den sozialen Beziehungssystemen alltäglicher Lebensumstände. Immer wieder stehen die Grundbedingungen der menschlichen Existenz und die Natur des Menschen im Mittelpunkt. Komplexe politische und gesellschaftliche Sachverhalte werden mithilfe präziser filmischer Kompositions- und Aufzeichnungsschemata zu eindringlichen, bedrückend-absurden Metaphern verdichtet. Ein oft hintergründiger Humor ist den vielschichtigen Arbeiten eigen und ermöglicht eine vermeintlich leicht zugängliche Rezeption. Dahinter verbirgt sich jedoch stets ein äußerst kritisches Potenzial.
Dabei geht es Jermolaewa um das Verhältnis von Individuum und Masse, Freiheit und Restriktion, Macht und Ohnmacht, insbesondere auch um Zusammenhänge und Netzwerke hegemonialer Strukturen, in deren Einflussbereich weitreichende Entscheidungen getroffen werden. So ist ihre Kunstproduktion eine, die im Kontext der Geschichte die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Implikationen analysiert und das Ausgeliefertsein sowie die Möglichkeiten der Einflussnahme des Individuums durch ein widerständiges Bewusstsein metaphorisch erkundet und damit auch das Potenzial der Kunst für die Gesellschaft andeutet.“
(Hans-Peter Wipplinger, 2012)

August, 2016

LichtenbergInsel

April, 2015

Current (July 2016)

Ieva Jansone und Senso stellen die 100 Millionen Frage
10. bis 31. Juli im Cafe des Stadthauses (Erdgeschoss)

“Was würdest du mit hundert Millionen Euro anfangen?”- eine provokativ aktivierende Frage, die Ieva Jansone während ihres artist-in-residence Aufenthaltes in Berlin Lichtenberg dort getroffenen Menschen stellte. 28 in-depth Interviews bildeten Ausgangsmaterial für die Audio-collage, sie ist ein Narrative, von vielen Stimmen erzählt. Das Videobild zeigt einen Countdown, dass – wie eine Sanduhr – das Zerrinnen der unvorstellbaren Summe visualisieren lässt.
Ieva Jansobe und Senso führen das Projekt fort und erweitern die Fragestellung, denn eigentlich geht es nicht um Geld, sondern um ein sinnvolles und glückliches Zusammenleben. Die Beiden Künstlerinnen werden vor Ort weiter an diesen Fragen arbeiten.
“Die 100 Millionen Frage” ist ein fortlaufendes Projekt, das in verschiedenen Orten und Kontexten durchgeführt wird.

 

Mittwoch, 13. Juli um 19 Uhr

Alan Perez
Vortrag und Diskussion zu seiner Arbeit.

Alan Perez ist der erste Resident des Kooperationsprojektes mit Gibraltar, er arbeite gerade an einem  internationalem Netzwerk von Künstler um ein Kunstprojekten zu entwickeln, das dass Bewusstsein für die aktuellen globalen Flüchtlingskrise erhöhen soll.
Die angefragten Künstler werden gebeten Arbeiten einzureichen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Um alles praktikabel zu halten und vor allem die Kosten zu senken, werden nicht die Orginale eingereicht sondern Fotografien oder Filme derselben, die dann auf einem öffentlichen Gebäude im Zentrum von Gibraltar projiziert werden sollen.

August, 2016