Lichtenberg Studios 2021

Der künstlerische Blick auf den Bezirk Lichtenberg:

Lichtenberg Studios 2021

Mit: Lacy Barry, Sylvain Bissonnier, Marula Di Como, Chantal Labinski, Rakshita Mittal, Birgit Szepanski, Lukas Troberg und Antonia Wetzel

Die Ausstellung Lichtenberg Studios 2021 eröffnet am Mittwoch, 10. November 2021, um 19.00 Uhr, in der Museums-Lounge des Museum Lichtenberg im Stadthaus in der Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin. Die Ausstellung gibt bis zum 9. Februar 2022 einen Einblick in die Arbeit der Residentinnen und Residenten der Lichtenberg Studios des Jahres 2021. Geöffnet ist dienstags bis donnerstags 11.00 bis 19.00 Uhr, freitags 11.00 bis 18.00 Uhr und sonntags 14.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung zeigt Werke von den Berliner und internationalen Residentinnen und Residenten Lacy Barry, Sylvain Bissonnier (Frankreich), Marula Di Como, Chantal Labinski, Rakshita Mittal (Indien), Birgit Szepanski, Lukas Troberg und Antonia Wetzel. Die gezeigten Kunstwerke spiegeln die Annäherungen der Künstler*innen an ihren Berliner Gast-Bezirk Lichtenberg wider. Die künstlerische Bandbreite reicht von der Malerei Bissonniers, über Fotografien von Labinski und Mittal bis hin zu Barrys gründlich recherchiertem Podcast. Es gibt Interventionen im öffentlichen Raum, die bei Lukas Torberg von einem stark bildhauerischen Ansatz geprägt sind, während Antonia Wetzel den Fokus auf die performative Intervention legt.

In der Atelier-Wohnung der Lichtenberg Studios können Künstlerinnen und Künstler im Bezirk Lichtenberg bis zu einem Monat leben, arbeiten, intervenieren und die Stadt mit ihrer reichen Kunstszene kennenlernen. Auch 2021 war geprägt von der Corona-Pandemie. Zum Ende des Jahres kommt der internationale Austausch zurück, der für die Lichtenberg Studios wichtig ist. Mit Rakshita Mittal konnte im Oktober wieder eine Künstlerin aus Bangalore (Indien) aus dem Kooperationsprogramm mit dem Goethe-Institut BangaloREsidency-Expanded nach Lichtenberg kommen. Im Juli war der Resident aus Die (Frankreich), Sylvain Bissonnier, Gast der Lichtenberg Studios.

November, 2021

Rouzbeh Rashidi

Von September bis Oktober 2021 habe ich einen sehr produktiven dreiwöchigen Aufenthalt in den Lichtenberg Studios in Berlin absolviert.

Während dieser Zeit habe ich begonnen, ernsthafte Fortschritte bei der Produktion meines kommenden Spielfilms mit dem Titel “Elpis” zu machen. Der Film wurde freundlicherweise vom Arts Council of Ireland gefördert und von der Experimental Film Society produziert.

Im Rahmen meines Aufenthalts in den Lichtenberg Studios habe ich verschiedene Tests und Aufnahmen im Studio und in der Umgebung von Lichtenberg gemacht, die außergewöhnlich post-industriell, eindringlich, landschaftlich reizvoll und schön zugleich ist. Außerdem habe ich einige Super-8mm-Filmrollen rund um den Wasserturm Ostkreuz getestet und gedreht. Der Wasserturm Ostkreuz ist ein denkmalgeschützter Wasserturm im Berliner Bezirk Friedrichshain und ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Viertels rund um das Ostkreuz. Der zwischen 1909 und 1912 von der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin errichtete Wasserturm wurde von Karl Cornelius entworfen. Das 59 Meter hohe Bauwerk stand neben dem Bahnhof Berlin Ostkreuz und diente der Versorgung der Dampflokomotiven mit Wasser. Dieses symbolträchtige Bauwerk wird in meinem kommenden Film eine wichtige Rolle spielen.

Elpis (Spirit of Hope) wird ein experimenteller Spielfilm sein. Er wird vorgefundene Filme, neu gedrehtes Material und sozial distanziertes Filmemachen sowohl als Ästhetik als auch als Produktionsmittel mit einem speziell angefertigten experimentellen Telecine verwenden. Er wird die Beziehung zwischen Zelluloid (Vergangenheit) und Digitaltechnik (Zukunft) erforschen, um die Menschheit in der Krise und bei der Wiedergeburt zu untersuchen.

Oktober, 2021