Agnes Prammer

Lichtenberg G’stättn Guide

Agnes Prammer beschäftigte sich in Lichtenberg mit brachliegenden, scheinbar ungenutzten Orten. „Brachen“ nennt man in Österreich „G’stättn“. Prammer mag die „Zwecklosigkeit“ der Orte. In Großstädten, wo Wohnraum rar und teuer ist, erscheinen die Orte, wie aus der Zeit gefallen; kleine, konsumfreie, an keinem konkreten Ziel orientiere, grüne Oasen, wo auch Chaos Raum finden darf.

Kurz vor ihrer Abreise aus Lichtenberg las Prammer einen Artikel über Immobiliensspekulation in Berlin, der sich mit G’stättn beschäftigte. Das Fazit des Artikel war, dass Immobilienspekulanten momentan mehr Geld damit verdienen, wenn sie Flächen unbebaut lassen und nach einiger Zeit weiterverkaufen, als wenn sie darauf Wohnraum schaffen. Diese neue Informationen ließen die G’stättn nochmals in einem anderen Licht erscheinen.

               

Februar, 2018

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