Corona Fils

The streets are more empty than usual, but it is far from being quiet out there. I live on a very busy street, the overground U-Bahn is in full view. I noticed that the church bells ring at noon. I work mostly from home but I feel mostly imageless. My desk looks like this at the moment. (Jorn Ebner, Berlin)
(Matthias Beckmann, Schautafel des Schuppentiers Pangolin: Schuppentier, Skelett des Schuppentiers, Schuppentier in eingerollter Pose, Berlin 2020)
The pangolin is maby the host of the corona virus.
( India Roper-Evans , London)
(Win Knowlton, Berlin Wall 2020, Berlin)
Looking out the window of the Lichtenberg Studios July 2019, Yash, Bangalore

(Surekha, Bangalore)

Christian Stock, Wien/Tux, „Kri(e)se“ Dispersion on canvas, 100 x 100 cm, 1985
( India Roper-Evans , London)

I was calling to Sweden today and my friend reported that her mother is concerned about the police state in Czech Republic, while she is concerned about that the Swedish state is doing less to protect people. Write now she is reading Magic Mountain (Der Zauberberg) by Thomas Mann.

(Matthias Roth, Berlin)

(Max Sudues, Berlin)

Poem for Rod

ticking

art or poetry

we are

our part

life itself

the human world

the end

I am not your danger

(Jürgen Olbich, Kassel)

Actually, everything is quite bickering, everyone is allowed out, but only in twos, or if from a household with several, everything is up to except groceries, drugstores, apotecs, gas stations and „Spätis“. In Bavaria, only those people who live together or are „life partners“, whatever that means, are allowed to go out together. That is really terrible, with over 50 percent of single households a very stupid decision, I feel sorry for the poor people.

Everyone more or less adheres to these commandments and the rules of distance, about 2 meters apart. From time to time there is already tension, some older people become almost hysterical, they have very much internalized that the old have less chance to survive, while the young remain quite safe, especially the high death rates from Italy are worrying.
Not too much has changed for me, I work mostly from home anyway, but I can no longer go out to eat or celebrate, nor organize parties or openings myself, nor can I travel. Now I do sports via Youtube instructions at home with my girlfriend, not bad at all, outside in the yard I start to do tests for a new project for interventions in public space, because I can’t come to my friends and workshop in the Uckermark.

Economically I’m doing reasonably well, I have a fixed income for this year, which hasn’t broken away, but I’m very worried about the whole cultural structure, but also about the small-scale economic life, if we have bad luck, we’ll end up in front of international chains and a mail order company… (Uwe Jonas, 28 March, Berlin)

März, 2020

Aktuell

Ausstellung Lichtenberg Studios Mai/Juni 2019

Cafe im Erdgeschoss,Türrschmidtstr. 24

 

Transferleistung

von Angelika Wischermann

eine Intervention im Februar 2019

Eröffnung: Donnerstag 2. Mai, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: bis 6. Juni

Im Februar 2019 war Angelika Wischermann Gast in den Lichtenberg Studios und sollte ein Projekt in Bezug zum Bezirk Lichtenberg entwerfen und wenn möglich realisieren. Bei ihren Rundgängen und Recherchen stieß sie auf dias Prinzenviertel in Karlshorst, das mit seiner etwas märchenhaften Anmutung in den späten 20er Jahren erbaut wurde. Hier realisierte Angelika Wischermann ihre Intervention, die sie im Laufe ihres Aufentaltes in den Lichtenberg Studios konzipierte und nicht nur mit ihren Kindheitserinnerungen verknüpft ist.

Sie beschäftigte sich mit den sogenannten Knallerpsen (Schneebeeren), die viele als Kinder mit großer Freude auf den Boden geworfen haben um sie knallend zerplatzen zu lassen. So hat sie im Prinzenviertel einen Schneebeerenbusch “neu” mit den beliebten Knallerbsen bestückt, was nicht nur für die Jahreszeit verwunderlich erscheint, sondern gerade aufgrund der immensen Arbeitsleistung die dahinter steckt, Fragen aufwirft. Allerdings wurde sie wärend der mehrere Tage andauernden Tätigkeit der Schneebeerenbefestigung nur von einer Bewohnerin auf ihre Tätigkeit angesprochen.

Ein völlig kahler Schneebeerenstrauch wird mit den Beeren noch Früchte tragender Sträucher behängt. Die geernteten Beeren werden mit Drähten versehen und an den Stellen der Zweige angebracht an denen einst die Früchte hingen.” (Angelika Wischermann)

Dokumentiert wird die Arbeit durch ein Foto des voll behangenen Strauchs, sowie Zeichnungen und Textzitaten die Aufschluss über die Vorgehensweise während des Projekts geben.

Im Rahmen der Ausstellung werden auch erste Ergebnisse der Recherche über Gentrifizierung von Kwame Aidoo gezeigt, der im April 2019 in den Lichtenberg Studios arbeitet.

Mai, 2019

LichtenbergInselLichtenbergInsel

April, 2015

Chris Costan


Während Farben in meiner Kunst schon immer eine große Rolle spielen, habe ich auch seit Jahren ein starkes Interesse daran, in meinen Zeichnungen und Arbeiten auf Papier mit den „Farben der Haut“ zu arbeiten.

Um neben der Kunst meinen Lebensunterhalt zu verdienen, habe ich in meinem Leben hauptsächlich in zwei Jobs gearbeitet. In dem einen war ich Leitende Coloristin in der Zeichentrickabteilung des Fernsehsenders MTV und als solche sowohl für den Kinofilm „Beavis und Butthead machen’s in Amerika“ („Beavis and Butthead do America“) als auch für die Fernsehserie „Daria“ verantwortlich. Besonders interessierten mich dabei die Farben, die wir für die Haut der unterschiedlichen Figuren verwendeten, um deren Herkunft zu verdeutlichen.

In meiner zweiten hauptberuflichen Tätigkeit, die ich 13 Jahre lang ausgeübt habe, war ich Farbdesignerin einer internationalen Modemarke, ebenfalls in New York. Hierbei habe ich Farbpaletten für Damenoberbekleidung designt, meine Arbeit umfasste aber auch die Recherche von Modetrends und Trendfarben. Dafür muss man sowohl ein gutes Auge als auch Phantasie mitbringen. Meine Aufgabe war es zu erkennen, warum ein bestimmter Stil, eine bestimmte Farbe in Zukunft Mode sein würden. Solche Trends nehmen immer auf der Straße ihren Anfang, die Menschen auf der Straße „diktieren“ sie. Mode nimmt bestimmte Stimmungen in Politik und Gesellschaft auf. Das, was die Menschen gerade beschäftigt, schlägt sich auch in der Wahl und der Farbe ihrer Kleidung nieder.

Täglich musste ich mir in meinem Job Gedanken über Hauttöne und Stoffe und die Kleider- und Farbwahl von Kundinnen unterschiedlicher Hauttypen machen. Mein Denken ging aber noch weiter. So stellte ich fest, dass hautfarbene Stoffe vor etwa acht Jahren in Mode kamen – ein Trend, der bis heute ungebrochen anhält. Ich vermutete, dass ein zunehmendes Bewusstsein über ethnische Vielfalt und Diversität in der westlichen Welt und die Diskussion darüber Hautfarben in Mode und Kosmetik in den Vordergrund brachten. Darüber hinaus bin ich nach wie vor davon fasziniert, wie unterschiedlich diese Hautfarben an einer Trägerin wirken, je nachdem, welche genetische Disposition oder Pigmentierung sie aufweist.

Ich lebe im multiethnischen New York und bin nun Gast in Berlin, einer Stadt mit einer nicht weniger großen Vielfalt an Ethnien und Hautfarben. Während ich immer wieder durch die Straßen des Bezirks Lichtenberg lief, machte ich mir gedanklich Notizen über die unterschiedlichen Hautfarben der Menschen, die mir dort begegneten. Im Studio entschied ich dann, diese Farben einzeln zu malen. Dann gestaltete ich 25 Arbeiten auf Papier, die jeweils die Farben aufnehmen, die ich, wirklich oder imaginiert, gesehen hatte.

Diese Arbeiten sollen an verschiedenen Orten in Lichtenberg gezeigt werden. Der öffentliche Raum bildet dabei den Rahmen, um mit den Menschen des Bezirks in einen Dialog zu treten.

Die Hautfarben, die ich gemalt habe, spiegeln die Oberfläche. Sie zeigen die Vielfalt der Farben unseres Äußeren. Die Farben jedoch, die darunter liegen, die Farben des Körperinneren, der Organe, der Knochen und des Blutes, sind bei allen Menschen gleich.

Translated from English into German by Dr. Nicole Nottelman, Berlin



Februar, 2020