Hans Winkler

Der Zugang zum öffentlichen Raum ist das Gehen, das „Herumschweifen“ in der Stadt. Tägliche Wanderungen  bringen immer Außergewöhnliches zum Vorschein. Sie lenken den Blick auf Details, auf oft Unscheinbares.

Die Intension all der Wanderungen ist es, die Stadt zu lesen, Elemente des täglichen Lebens darin zu entdecken, die Augen für ästhetische Erfahrungen auf der Strasse zu öffnen und spezielle Orte zu erschließen. Dies beinhaltet den spontanen Eingriff, die Veränderungen von Situationen. Sie intervenieren behutsam, stehen in Beziehung zur Umgebung und machen diese bewusster. So ist es vielleicht gerade die kreative Leerstelle, die in Anbetracht der Überproduktion und der inflationären Tendenzen der Präsentationsformen im öffentlichen Raum als konsequente Haltung das Verschwinden zur Kunstform werden läßt. In diesem Sinne: Licht für Lichtenberg.

PS: In der letzten der vier durchgeführten Aktionen wurde innerhalb von zwei Tagen von einem mehrfach von Graffitis übermalten Stein eine Farbschicht nach der anderen abgetragen, um das ursprüngliche Zeichen wieder freizulegen.

September, 2011

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