Lichtenberg-Workshop

Ausgehend von einem Format, das häufig im universitären Bereich zur Anwendung kommt, einer Aufgabenstellung, die in einem kurzen Zeitraum erledigt werden soll und zudem Diskussionen, Lectures, Präsentationen und Gruppenprozesse umfasst, treffen sich 8 KünstlerInnen für fünf Tage in Berlin-Lichtenberg. In dieser Zeit entwickeln und realisieren alle Teilnehmer nichtgenehmigungsrelevante Interventionen in der Öffentlichkeit. Das Ergebnis ist keine Ausstellung im herkömmlichen Sinn, sondern ein Bündel von direkten künstlerischen Interventionen und vier öffentlichen Abendveranstaltungen (zwei Diskussionsrunden mit Zdravka Bajovic und Maren Richter, sowie eine abschließende  Präsentation der realisierten Projekte). In einem zweiten Schritt können die entstandenen Werke in Broschüren rezipiert werden, die in ganz Lichtenberg kostenlos ausliegen.

Alle an diesem Projekt beteiligten KünstlerInnen entwickeln Interventionsmodelle für den urbanen Raum indem sie vorhandene Strukturen erfassen, nutzen oder umnutzen und so den gewohnten Umgang mit städtischer Architektur, Alltagskultur und sozialen Gegebenheiten auf mehr oder weniger subtile, mitunter auch humorvolle Weise in Frage stellen. Sie suchen und finden Brüche in den Ordnungen, Lücken und Nischen und ermöglichen es, mit Hilfe der künstlerischen Intervention einen gezielten Blick auf diese zu werfen. Das jeweilige Vorgehen ist jedoch höchst unterschiedlich und individuell es reicht von konzeptionellen, performativen, partizipatorischen, ephemeren bis hin zu skulpturalen temporären wie permanenten Werken. Allen Projektteilnehmern ist die Aufgabenstellung neu, in 5 Tagen eine Idee zu entwickeln und diese umzusetzen. Gerade die große Bandbreite der Arbeitsweisen wird die Diskussionen zum Thema beleben.

Januar, 2013

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